3 Ideen, wie Sie (wieder) in die Pötte kommen

Ideen um wieder in die Pötte zu kommen

Willkommen im neuen Jahr

Ich hoffe, Sie sind auch alle gut ins neue Jahr gekommen und gespannt darauf, was 2016 alles mit sich bringt.

Geht es Ihnen auch so?

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, man hat viel und gut geschlemmt, die Seele baumeln lassen und es sich mal so richtig gut gehen lassen. Das neue Jahr hat begonnen und der Alltag hat uns wieder. Doch irgendwie fühlt man sich träge und kommt nur schwer in die Gänge.

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen ergeht, aber ich komme nach meinem Weihnachts-Jahreswechsel-Urlaub nur sehr schwer wieder in die Pötte. Ja, auch mir passiert so etwas, auch wenn ich Menschen gerne gemäß dem Motto „Nicht reden – handeln“ unterstütze ;-).

Gerade in den Wintermonaten neige ich eher zu nicht aktiven Phasen und genieße das auch. Dennoch muss es ja weitergehen und so ist der Jahresbeginn doch ein guter Anlass, das (Wieder-) Loslegen mal genauer zu betrachten.

Los geht`s also mit 3 Ideen, um wieder in die Pötte zu kommen:

1. In ganz kleinen Gänseschritten, so angenehm wie möglich

Das, was ich nach einem Urlaub immer gleich erledigen muss sind Dinge, die während meiner Urlaubszeit anfallen. Beispielsweise E-Mails beantworten, eingegangene Anrufe checken, im Januar fällt der steuerliche Jahresabschluss des Vorjahres an und wenn ich verreist war, muss die Post durchgearbeitet werden. So fängt der erste Arbeitstag alles andere als tiefenentspannt an… Hilft aber alles nix, es muss ja erledigt werden.

Mir persönlich hilft es, wenn ich nicht gleich alles auf einmal erledigen will, sondern die angefallenen Dinge, sozusagen in Mundgerechte Häppchen einteile. So werden aus dem riesigen Berg der zu erledigenden Dinge, nur noch kleine und zu bewältigende Hügelchen. Dabei schaue ich als erstes, was sofort erledigt werden muss, bzw. ohne viel Aufwand und Zeiteinsatz erledigt werden kann. Zum Beispiel gehe ich erst die angefallene Post durch, bevor ich mich den E-Mails in meinem Posteingang widme. Damit habe ich meistens schon einen To-Do-Hügel abgearbeitet.

Dann teile ich mir die zu erledigenden Dinge, in kleine Gänseschritte ein.
Gänseschritte heißt wirklich: So klein und überschaubar wie möglich!
Zum Beispiel: Nicht „Post sichten“ sondern „Prüfen, welche Post direkt in den Mülleimer wandert, weil unerwünschte Werbepost“ und „Checken, welche Post bearbeitet werden muss“ oder „Welche Post nicht bearbeitet, sondern abgeheftet werden kann“ etc.

Dann geht es ans Abarbeiten – eins nach dem anderen – oder je nach Laune und Möglichkeit, auch mal das Leichteste oder eben das Schwerste zuerst. Da bin ich ziemlich flexibel. Zudem mache ich zwischendurch kleine Pausen. Und bei ganz nervigen Sachen hilft es mir, wenn ich mich erst einmal anderen Dingen widme und dann wieder der unschönen Sache zuwende. Das geht natürlich nur, wenn Sie alleine arbeiten. Ansonsten laufen Sie Gefahr, sich bei den Kollegen unbeliebt zu machen ;-).

2. Besinnen und wo sinnvoll, den zweiten Schritt vor dem ersten Tun

Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen: Vor längerer Zeit wollte ich ein paar Urlaubstage dazu nutzen, mein Wohnzimmer neu zu tapezieren. Doch der zu erwartende Aufwand, schreckte mich davor ab. Das gesamte Wohnzimmer müsste ausgeräumt werden, die Schränke leer geräumt werden etc. Hinzu kommt, dass mein Partner sehr perfektionistisch veranlagt ist und so kann ein simples tapezieren, auch schon mal längere Zeit in Anspruch nehmen. Meine Urlaubstage waren begrenzt und mein Sinn nach einem unbewohnbaren Wohnzimmer über einen längeren Zeitraum, gleich null.

Während meiner ersten Urlaubstage überlegte ich dann, wie ich die Sache am einfachsten angehen könnte, denn irgendwie freute ich mich ja auch über ein neues, frisches Aussehen meines Wohnzimmers. Und dann kam mir die Idee, dass ich mir neue Vorhänge kaufen würde und meine Sofakissen gegen andere auszutauschen. Das tat ich dann auch und das Ergebnis gefiel mir so gut, dass mein Wohnzimmer noch lange Zeit nicht einer neuen Tapete zum Opfer fiel.

Mit dieser Geschichte möchte ich Ihnen verdeutlichen, wie wichtig das Besinnen und Innehalten ist! Denn viele von uns neigen dazu, lange Geplantes nach dem Motto „Augen zu und durch“ schnell schnell, sprich: aktionistisch – umzusetzen. Doch leider führt das oft zu Umwegen und Mehraufwand, oder aber zu einem Ergebnis, mit dem man dann nicht zufrieden ist.

notiz Deshalb gilt gerade hier: Erst zur Ruhe kommen und nachdenken, dann Handeln! Nicht selten eröffnen sich so, neue und interessante Wege. Und wie meine Geschichte zeigt, ist man manchmal eher bereit, denn (scheinbar) zweiten Schritt vor dem ersten zu tun. Das kann, wo nicht kontraproduktiv, ebenfalls sinnvoll sein.

Besonders zum Jahresbeginn, tragen ja noch viele ziemlich enthusiastische Neujahrsvorsätze mich sich rum und fragen sich, wann sie mit der Verwirklichung beginnen sollen. Auch hier ist die „Erst in Ruhe nachdenken und dann handeln“ Strategie ein wahrer Schatz.

3. Selbstverpflichtungen eingehen

Sich selbst verpflichten, funktioniert auf verschiedene Weise. Sie können

  • einen Vertrag mit sich selbst schließen,
  • sich öffentlich verpflichten, oder ein
  • Co-Coaching oder Kick-Coaching eingehen.

Vertrag mit sich selbst

Zum Jahresende, lasse ich die vergangenen Monate Revue passieren und überlege mir geschäftliche, persönliche sowie meine Lust und Neugier kitzelnde Ziele für das kommende Jahr, denen ich dann auch gleich einen zeitlichen Rahmen gebe. Das alles halte ich dann schriftlich fest und sehe das als „Vertrag mit mir selbst“ an.

Dieser Ansatz wird oft kritisiert, vielleicht deshalb, weil sich viele Menschen nicht an ihre Selbstverpflichtung halten. Doch letztendlich ist nun einmal jeder für sich alleine verantwortlich, für das was er tut oder eben nicht. Für mich kann ich rückblickend sagen, dass ich sicherlich nicht immer alle, aber gewiss die mir wichtigen Dinge auch umsetze. Und vor allem darum geht es, finde ich.

Öffentliche Selbstverpflichtungen

Dieses nutze ich, wenn ich beispielsweise hier im Coaching Blog im Voraus ankündige, welchen Beitrag oder Projekt ich als nächstes schreibe. Weil ich gerne zu meinem Wort stehe, halte ich mich auch daran. Wenn ich es in Ausnahmefällen doch mal nicht tue, habe ich hierfür gute Gründe vor mir selbst.

Um sich öffentlich selbst zu verpflichten, brauchen Sie nicht gleich einen Blog und Sie müssen es auch nicht auf Facebook posten. Für Ihren Erfolg kann es schon ausreichen, wenn Sie einem vertrauten Menschen, dessen Urteil Ihnen wichtig ist, von Ihrem Vorhaben erzählen. Je klarer und verbindlicher dabei Ihre Aussagen sind, desto wahrscheinlicher werden Sie loslegen und dranbleiben.

Co-Coaching

Wie schon erwähnt, habe ich mich diesmal nach meinem Weihnachtsurlaub, mit dem Loslegen schwer getan. Und so habe ich einen vertrauten Menschen angerufen und einen Hilferuf abgesetzt.

Mir persönlich hilft es wieder auf die Sprünge, wenn ich mich gemeinsam mit einem lieben Menschen darüber austauschen kann, wo wir gerade mental stehen, was geplant ist und uns gegenseitig wieder auf die Sprünge helfen. Und oft genug habe ich nach solch einem Gespräch, auch den Hintern wieder hochgekriegt. Aus meinem „Ohje, mein geplantes Seminarskript ist noch nicht fertig“ wird dann oft ein freudig-motiviertes Schaffen und Tun.
Sie brauchen also nicht gleich die Unterstützung eines professionellen Coachs, auch ein guter Freund, ein Kollege oder Ihr Partner, kann ein hilfreicher, langfristig begleitender Co-Coaching-Partner sein.

Manchmal kann es natürlich sinnvoll sein, sich neutrale nicht freundschaftlich beeinflusste Unterstützung, Feedback oder frische Ideen zu holen. Das nenne ich Co-Coaching und ich nutze es für meine Klienten gerne, wenn sie mittel- oder langfristige Ziele verwirklichen wollen.

Es ist auch normal, dass uns auf der Langstrecke mal der Fokus, Ausdauer oder der Mut verloren geht. Oder das wir auf Hürden stoßen und nicht wissen, wie wir sie überwinden sollen. Um dennoch weiterzumachen, braucht man nicht gleich ein volles Coaching-Programm. Das weitermachen lässt sich auch erfolgreich mit einem halbstündigen Telefonat in sinnvollen Abständen unterstützen, entweder bei Ihrem Co-Coaching-Partner, oder aber bei einem professionellen Coach.

Wieder durchstartenJa, meine lieben Leserinnen und Leser, ich hoffe, dass Ihnen die ein oder andere Idee beim Wiederdurchstarten hilft und wünsche Ihnen ein freudiges und erfolgreiches Gelingen all Ihrer Vorhaben. Und wenn Sie eigene Wieder-in-Schwung-kommen-Ideen haben, dann teilen Sie mir diese doch gerne mit!

Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

 

 

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Veröffentlicht von

Claudia Bäumer | Lebensduft-Coaching-Blog

Als Hypnotiseurin, Persönlichkeitstrainerin (Coach) und Mentalheilerin, begleite ich Menschen in Umbruchsituationen und schwierigen Lebensphasen und auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten, zufriedenen und erfüllten Leben. Meine Umsetzung hierzu ist, zu innerer Stärke und Ausgeglichenheit zu gelangen, persönliche Ziele zu reflektieren und selbstbestimmt umzusetzen, die eigene Lebensqualität zu verbessern und das Leben mit all seinen Möglichkeiten, von einer neuen Seite aus zu betrachten. Auf meiner Webseite & Blog LEBENSDUFT.NET möchte ich einen kleinen Beitrag zur Selbsthilfe leisten und Wege aufzeigen, mit all den Düften des Lebens freier, bewusster und entspannter zu leben. Denn jeder Mensch ist dazu bestimmt, auf allen Ebenen des Seins, glücklich, zufrieden und erfüllt zu leben! Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

2 Gedanken zu „3 Ideen, wie Sie (wieder) in die Pötte kommen“

  1. Hallo Jani!
    Dein Plan klingt gut und machbar ;-). Ich freue mich, wenn dir meine Tipps dabei helfen, dich nicht zu verzetteln sondern gaaaanz langsam die Sache anzugehen.
    Liebe Grüße und eine entspannte Woche, Claudia

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  2. Den 2. Schritt vor dem 1. tun – DAS werde ich mir auf jeden Fall sehr gut merken. Bei mir bricht auch alle Jahre wieder der blinde Neujahres-Aktionismus aus und dieser führt dann nicht selten dazu, dass ich bereits vor der eigentlichen Handlung so gestresst bin, dass gar nichts mehr geht.

    Also Schritt eins: Eine schöne Tasse Tee kochen, in Ruhe auf die Couch setzen, den Schneeflocken vor dem Fenster zuschauen und sich daran erinnern, wie viel im letzten Jahr bereits erreicht wurde 🙂 So motiviert macht es mir dann auch Spaß, das nächste Jahr anzugehen.

    Danke für die Tipps 🙂

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