Lebensduft.net - Hypnose & Coaching Praxis Claudia Bäumer

Achtsamkeit – Wo Leben bewusst wird

Haben Sie die faszinierenden Blumen auf den Wiesen wahrgenommen, die uns der Sommer beschert? Konnten Sie den herrlichen Duft riechen und die viel-
seitigen Farbnuancen erkennen? Haben Sie auch die Bienen wahrgenommen, die sich an den Blüten laben und uns den wohlschmeckenden Honig liefern?

Um das zu sehen, brauchen wir etwas, was im hektischen Alltag leider verloren geht: Achtsamkeit. Achtsamkeit ist auch der Schlüssel zu Verhaltensänderungen, ein wesentlicher Bestandteil erfüllter Liebe, die Grundlage für Genuss…

Im diesem Artikel möchte ich Ihnen dieses wichtige, nicht einfache und doch so stark Lebensglück bestimmende Thema näher bringen. Doch keine Sorge, hier geht es nicht um buddhistische Fähigkeiten oder stundenlanges Kissen-
hocken ;-). Denn Meditation ist ein Weg, doch sicher nicht für jeden der
passende.

Lebensduft.net - Hypnose & Coaching Praxis Claudia Bäumer

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit

  • ist ein bewusster, willentlicher Akt,
  • bezieht sich ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment,
  • ist aufmerksames, konzentriertes Zuwenden und pures Wahrnehmen
    möglichst ohne Urteil.

Und das ist gar nicht so einfach. Nicht umsonst üben sich buddhistische
Mönche ihr Leben lang darin. Sie haben ihr ganzes Dasein auf Achtsamkeit
ausgerichtet, ziehen sich zurück, meditieren und handeln auch äußert
bedacht.

Nun lässt sich das in dieser Ausprägung sicher nicht auf unser Leben über-
tragen. Doch da Achtsamkeit gesteigertes Wohlbefinden und so viel Schönes und Genussvolles mit sich bringt, versuche ich mich durchaus auch darin.

Unter anderem deshalb meditiere ich nahezu täglich und habe dazu Aus-
bildungen absolviert. Da lernt man beispielsweise die Sinne zu schulen,
Gesundheit und Wohlbefinden durch Achtsamkeit positiv zu beeinflussen und bewusst zu leben. In all dem habe ich viele Anregungen bekommen und viele der Achtsamkeitstipps- und -techniken auch für mich übernommen.

Klassisches Yoga, also gymnastisch anmutende Körperübungen mit verschiedenen Positionen und ständiges Muskeln an- und entspannen, ist wiederum nicht so mein Ding. Auch den oft genannten Achtsamkeits-Tipp „Beim Essen nur essen und sonst nichts“ befolge ich nicht konsequent. Dafür unterhalte ich mich viel zu gern dabei und manchmal esse ich auch nebenher, beispielsweise beim Schreiben.

Deshalb:

Ausprobieren, Meinung bilden, selber bestimmen

Sich in Achtsamkeit üben soll auch Spaß machen und zu einem passen!
Hier können wir uns zwar von anderen inspirieren lassen, jedoch was uns
zusagt und hilft, müssen wir selbst herausfinden. Da hilft nur ausprobieren und das für sich Richtige auswählen. Ich finde, dass sich Achtsamkeit am schönsten und einfachsten trainieren lässt, bei

  • Dingen, die uns am Herzen liegen und Freude bereiten und
  • den täglichen Routinen.

Wenn ich beispielsweise durch den Wald spazieren gehe, habe ich meistens ein Ritual: Auf dem Hinweg zelebriere ich eine Gehmeditation und komme
dadurch wieder „runter“. Auch mein Kopf wird wieder angenehm frei von
Dingen, die mich gedanklich beschäftigen. Auf dem Rückweg nehme ich dann ganz bewusst die Natur wahr: Ich schaue mir die einzelnen Pflanzen genauer an, rieche an ihnen und lausche in den Wald hinein. Es ist immer wieder ein Vergnügen, auf das Zwitschern der verschiedensten Vögel zu achten und auch die anderen Geräusche, die ein Wald erstaunlicher Weise hergibt, wahrzunehmen. Und der Wald duftet! Die verschiedenen Pflanzen und Bäume verströmen den Geruch nach reiner Natur. Bei mir hier auf dem Land, mischt sich zwischen den köstlichen Naturdüften, oft auch der Geruch von Dünge, die der Bauer auf dem Feld gefahren hat. Zugegeben, dieser „Duft“ ist nicht immer angenehm – Aber auch das ist Natur! Übrigens hat Achtsamkeit überhaupt viel mit dem
bewussten Einsatz unserer Sinne zu tun.

Die täglichen Routinen wie Zähneputzen oder Körperpflege sind eine weitere gute Möglichkeit, sich in Achtsamkeit zu schulen. Ich versuche daher jeden Morgen und jeden Abend mich bewusst auf das sorgfältige und systematische Reinigen meiner Beißwerkzeuge zu fokussieren.

Probieren Sie es auch mal aus, bei Ihrem nächsten Spaziergang,
oder beim Zähneputzen heute Abend!

Die Wirkung von Achtsamkeit ist wissenschaftlich
belegt

Die positive Wirkung von Achtsamkeit auf Körper und Seele, wird an vielen
Universitäten in Europa und den USA wissenschaftlich untersucht. So ergaben Studien bei chronischen körperlichen Erkrankungen und chronischen
Schmerzen,  bei psychischen Leiden, im Umgang mit Stress und sogar bei
Kindergarten- und Schulkindern, dass Achtsamkeit

  • die Aufmerksamkeit steigert,
  • die eigene Körperwahrnehmung verbessert,
  • das eigene Gesundheitsverhalten steigert,
  • sich auf die Wahrnehmung der eigenen Gedanken und Gefühle auswirkt.

Eine repräsentative Studie über die Wirkung von Achtsamkeit, können Sie auf dieser Seite nachlesen (Englisch).

Somit ist ein achtsames Leben nicht nur etwas für spirituell oder esoterisch veranlagte Menschen. Vielmehr belegen die wissenschaftlichen Studien die
positive Wirkung von Achtsamkeit, auf unsere Gesundheit, Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität.

Was bringt Achtsamkeit?

Einige Vorteile habe ich ja schon aufgeführt, darüber hinaus

  • werden wir sensibler für das eigene Körperempfinden und Bedürfnisse,
  • kriegen wir etwas wirklich mit, nehmen also intensiver wahr,
  • können wir Emotionen besser fühlen, verstehen und ausdrücken,
  • empfinden wir unsere Zeit als ausgefüllter,
  • sehen wir all die Schönheit um uns herum, das erhöht die Lebensfreude.

Und ganz wichtig: Nur durch Achtsamkeit wird es uns möglich, zwischen
einem Reiz und unserer Reaktion innezuhalten. Diese Zeit können wir nutzen, um verschiedene Optionen abzuwägen und zu entscheiden, wie wir handeln wollen. Somit ist Achtsamkeit auch die Voraussetzung für das Ändern von
Gewohnheiten und Verhaltensmustern.

Sicherlich gibt es noch mehr Vorteile, die Achtsamkeit mit sich bringt.
Insgesamt betrachtet ist Achtsamkeit jedoch vor allem bewusstes Leben!

Einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Wenn Sie ein treuer Leser oder Leserin von meinem Lebensduft Blog sind, dann wissen Sie, dass ich meine Leserschaft gerne ins Tun bringe.
Deshalb stelle ich Ihnen nun ein paar einfache Achtsamkeitsübungen vor, die ich gerne meinen gestressten Klienten empfehle und die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Wenn Sie die aufgeführten Achtsamkeitsübungen regelmäßig
durchführen, werden Sie diese bald in Ihren Alltag verankern.

Los geht`s:

  • Minuten-Achtsamkeit

Ein guter Einstieg in die Achtsamkeit ist es, wenn Sie dreimal am Tag für ca.
eine Minute den Moment bewusst wahr nehmen. Auch die folgenden Achtsamkeitsübungen, lassen sich als Minuten-Achtsamkeit durchführen.
Die Minuten-Achtsamkeit lässt sich so ziemlich überall im Alltag durchführen und ist besonders für Einsteiger sehr gut geeignet. Der positive Effekt dieser Achtsamkeit ist, dass Sie schon nach diesen wenigen Minuten innerlich und
äußerlich zur Ruhe gekommen sind und wesentlich entspannter sind.

  • Morgenübung im Bett

Bleiben Sie morgens nach dem Aufwachen, noch einige Minuten mit offenen Augen im Bett liegen. Werden Sie sich des Wachseins bewusst, indem Sie auf Ihre Atmung achten und in Ihren Körper hinein spüren. Alternativ oder zusätzlich können Sie einen Moment lang aufrecht auf der Bettkante sitzen bleiben und die Körperempfindungen und/oder aufsteigenden Gedanken und
Emotionen wahrnehmen.

  • Achtsamkeit beim Verrichten des Alltags

Genießen Sie die Achtsamkeit, beim Verrichten Ihres Alltags: Beim Duschen, beim Zähneputzen, beim Haare waschen, beim Anziehen, beim Autofahren, beim Aufstehen, beim Gehen, beim Hinsetzen, beim öffnen und schließen der Tür, beim Kochen, bei der Gartenarbeit etc.

  • Innehalten

Halten Sie in Ihrem Alltag zwischendurch immer mal wieder inne und nehmen Sie den Moment bewusst wahr. Fassen Sie die Erfahrung des gegenwärtigen Moments, in innerliche Worte: „Ich höre/fühle/rieche/schmecke…. dies und
jenes…“

  • „Glocken“-Achtsamkeit

Auch bestimmte Geräusche aus dem Alltag, lassen sich zur Achtsamkeit
nutzen. Beispielsweise das Telefonklingeln, die Autohupe, die Kirchenglocken, Sirenen… Nehmen Sie diese Geräusche bewusst wahr und/oder spüren Sie bewusst in sich hinein, welche Gefühle sie bei Ihnen auslösen.

  • Körper-Achtsamkeit

Fühlen und spüren Sie im Laufe des Tages, immer mal wieder in Ihren Körper hinein. Was spüren Sie: Verspannungen? Wohlsein? Unwohlsein? Kälte?
Wärme?

  • Atem-Achtsamkeit

Verbinden Sie sich im Laufe des Tages, immer mal wieder mit Ihrem Atem und erspüren Sie seine Qualität: Atmen Sie schnell? Oder langsam? Atmen Sie flach oder in den Bauch hinein?

  • Warte-Achtsamkeit

Das, was Sie vielleicht sonst nervt, können Sie zukünftig als Achtsamkeitsübung für sich nutzen: Das Warten an der Supermarkkasse, an der roten Ampel – aber Vorsicht, auch darauf achten, wenn die Ampel wieder auf grün
umspringt 😉 -, im Wartezimmer beim Arzt oder bei der Behörde, beim Warten auf das Essen im Restaurant… Nehmen Sie diesen Moment bewusst wahr und/oder spüren Sie bewusst in Ihren Körper hinein.

  • Essen und Trinken als Achtsamkeits-Übung

Selbst dann, wenn Sie Ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, lässt sich Achtsamkeit üben und zelebrieren. Weil man anfangs mit dieser Übung schnell überfordert ist, empfehle ich, diese Übung in kleine Schritte einzuteilen:
Essen Sie beispielsweise den Apfel oder Müsliriegel achtsam, dass heißt
bewusst. Machen Sie sich jeden einzelnen Biss bewusst, dass reinbeißen,
jeden Bissen im Mund und das bewusste runterschlucken. Wenn Ihnen das
anfangs zu komplex ist, dann genießen Sie nur das erste herzhafte reinbeißen achtsam.

  • Reflektion vor dem Einschlafen

Reflektieren Sie abends vor dem Einschlafen, wo Ihnen tagsüber Achtsamkeit gelungen ist. In welchen Situationen, oder bei welcher Übung, waren Sie
besonders achtsam? Wo wäre (noch mehr) Achtsamkeit möglich gewesen?
Wo sind Sie zufrieden mit sich selbst? Was haben Sie in diesen Momenten
gedacht oder gefühlt?

Achtsamkeit ist keine Zauberei

Den Moment bewusst wahrzunehmen und achtsam zu sein, lässt sich
trainieren und festigen. Unsere Wahrnehmung findet immer im gegenwärtigen Moment statt. Die vorgestellten Übungen zur Wahrnehmung können Ihnen
dabei helfen, in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren und mit dem zu SEIN, was gerade IST. Besonders hilfreich können solche Übungen dann sein, wenn Sie in unangenehmen Situationen stecken, oder es Ihnen kaum gelingt Abstand zu solchen zu gewinnen.

Wollen Sie keinen Beitrag mit Verwirklichungs-Tipps verpassen?
Dann melden Sie sich einfach für meinen kostenlosen Newsletter an und Sie werden automatisch per E-Mail über neue Beiträge von mir informiert.
Oder Sie abonnieren meine kostenlosen RSS-Beiträge und sind so über meine neuen Beiträge, immer aktuell auf dem Laufenden.

Bis bald und alles Gute, Ihre Claudia Bäumer

 

 

Advertisements

Veröffentlicht von

Claudia Bäumer | Lebensduft-Coaching-Blog

Als Hypnotiseurin, Persönlichkeitstrainerin (Coach) und Mentalheilerin, begleite ich Menschen in Umbruchsituationen und schwierigen Lebensphasen und auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten, zufriedenen und erfüllten Leben. Meine Umsetzung hierzu ist, zu innerer Stärke und Ausgeglichenheit zu gelangen, persönliche Ziele zu reflektieren und selbstbestimmt umzusetzen, die eigene Lebensqualität zu verbessern und das Leben mit all seinen Möglichkeiten, von einer neuen Seite aus zu betrachten. Auf meiner Webseite & Blog LEBENSDUFT.NET möchte ich einen kleinen Beitrag zur Selbsthilfe leisten und Wege aufzeigen, mit all den Düften des Lebens freier, bewusster und entspannter zu leben. Denn jeder Mensch ist dazu bestimmt, auf allen Ebenen des Seins, glücklich, zufrieden und erfüllt zu leben! Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

2 Gedanken zu „Achtsamkeit – Wo Leben bewusst wird“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s