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Blogserie „Leben im Einklang“ – Sind Sie echt?

In diesem Artikel zur Blogserie „Leben im Einklang“ erfahren Sie, wie Sie echt sein können und wie Sie mehr Authentizität in Ihr Leben holen.

Sind Sie echt, sprich authentisch?

Spielen wir nicht alle unsere Rollen, jeden Tag? Tag für Tag entsprechen wir
Erwartungen im Job, erfüllen manches Klischee, spielen Rollen im Privaten…
Um anderen zu gefallen, zu provozieren, oder beachtet zu werden – Je nach Bedarf.

Aber mal Hand auf`s Herz: Sind wir dann noch echt und wir selbst?
Verständlich, dass in vielen Menschen die Sehnsucht nach Authentizität wächst. Der Wunsch, die Maske abzunehmen – echt zu sein, authentisch zu sein. Aber geht das überhaupt? Und wenn ja, wie?

Was heißt es eigentlich, authentisch zu sein?

Sich nicht verbiegen zu lassen, aufrecht und glaubwürdig zu sein, wird im
Allgemeinen mit Authentizität verbunden. Authentisch zu sein heißt also, man selbst zu sein. Logisch, dass Authentizität, immer bei sich selbst beginnt.
Authentische Menschen wirken echt, ungekünstelt, offen und entspannt. Ein authentischer Mensch strahlt aus, dass er zu sich selbst steht, auch zu seinen Schwächen, Ecken und Kanten. Er ist im Einklang mit sich selbst und das spürt auch seine Umwelt.

Im Zeitalter des Internets ist es sehr einfach, seine Authentizität zu verbergen und anonym zu bleiben. Hier kann man verschiedene Persönlichkeitsfacetten annehmen und eine digitale Rolle spielen. Diese Anonymität erschwert es
jedoch, authentisch zu sein.

Manchmal ist nicht authentisch sein, sogar gewollt: Selbstmarketing ist ein moderner Trend. Der eigene Ruf, dass virtuell designte Image und die
Optimierung seines Selbst, wird für den Erfolg, der Karriere und Beliebtheit
immer wichtiger. Niemand muss sein wahres ICH mehr zeigen. Oft ist das, was dabei herauskommt, perfekter als das Original. Wie beispielsweise Bild-
programme, welche aus einem nicht so vorteilhaften Selfie oder Foto,
ein makelloses Äußeres zaubern.

Udo Lindenberg und Jan Dalay äußern in ihrem Lied „Ganz anders“ den Wunsch, sich selbst besser zu (er)kennen sowie die Sehnsucht nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit – nach Authentizität eben:

„Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu. Du machst hier grad` mit einem Bekanntschaft, den ich genauso wenig kenne wie du“.

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Ein Mensch, der sich so verhält wie wir es von ihm erwarten oder unseren Vorstellungen entspricht, empfinden wir als glaubwürdig. Andersherum erscheint uns eine Person als verdächtig, wenn der- oder diejenige, zu seinen Ecken und Kanten steht und diese nicht verbirgt. So kommt es zu der grotesken Situation, dass am Ende diejenigen als besonders authentisch empfunden werden, die
ihre Rolle besonders überzeugend spielen.

Unsere Persönlichkeit ist jedoch kein zementierter Zustand. Die US-amerikanischen Wissenschaftler Margaret King und Jamie O’Boyle fanden in einer Studie heraus, dass wir unsere Identität im Schnitt alle 20 Jahre verändern. Diese Wandlungsphasen liegen in etwa im Lebensalter zwischen 15 und 20, 35 bis 40, 55 bis 60 sowie über 75 Jahren. Kein Wunder, dass wir uns immer mal wieder fragen „Will ich das überhaupt?“ oder „Wer bin ich eigentlich?“

Altbekannte und bislang ungeahnte Facetten unserer Persönlichkeit treffen aufeinander und lassen uns zweifeln. Plötzlich hinterfragen wir unsere
Beziehung oder glauben, den falschen Job gewählt zu haben.

Der abgeschlossene, fertige Mensch, der so ist wie er ist, ist eine Illusion

Das beruhigende an diesen Existenzkrisen ist, dass jeder Mensch damit konfrontiert wird. Um ersten Mal im Teenager-Alter. Alleine das Wort Pubertät
genügt, um die Unsicherheit jener Jahre wieder spürbar zu machen.
Neue Freunde, die erste eigene Wohnung, ein fester Job und Partner geben uns danach zunehmend das Gefühl, so zu sein und zu leben wie wir es wollten.

Spätestens mit 40 Jahren ist es erneut soweit: Wieder fragen wir uns, wo wir im Leben stehen und spüren, dass sich etwas verändert. Auch hinterfragen wir plötzlich unsere Freundschaften. Menschen, von denen wir dachten, sie würden immer unsere Freunde bleiben, verlieren auf einmal an Bedeutung.
Das liegt daran, dass wir in unserer Jugend zu bestimmten Personen passen wollten. Nun aber lautet die entscheidende Frage: „Passt das alles überhaupt zu mir?“

In den folgenden Jahren weicht die Unsicherheit allmählich und wir finden uns zunehmend selbst. Deutlicher als in den Jahren zuvor erkennen wir, was wir vom Job erwarten, welche Dinge uns zufrieden machen und was uns glücklich macht. Zwischen 55 und 60 tragen wir die letzten Konflikte mit uns aus.
Danach werden wir vielleicht ein paar neue, aber keine überraschenden Seiten mehr an uns kennenlernen.

Trotzdem müssen weitere 20 Jahre vergehen, bis wir uns im Alter von 75 Jahren mit unserem ganzen Selbst versöhnen: Mit den positiven wie negativen
Gefühlen und Gedanken, mit Eigenschaften die wir immer noch nicht mögen, mit denen wir aber nicht mehr hadern. Das uns die Evolution das verunsichernde Gefühl eingeimpft hat, niemals ganz bei uns selbst angekommen zu sein, beruhigt.

Im Laufe unseres Lebens lernen wir uns also immer wieder neu kennen.
Hinterfragen altbewährtes und bekanntes, brechen Brücken ab und gehen neue Wege. Wir entdecken unsere Persönlichkeit mit all ihren Facetten und können dann im hohen Alter sagen: „Das ist mein wahres, ganzes Ich“.
Doch authentisch sein und leben können wir schon vorher; in jeder unserer Wandlungsphasen.

Mehr Mut zum ICH – Bleiben Sie sich treu

Wie Sie authentisch werden können, bzw. Ihre Authentizität erhalten, sowie Tipps für Authentizität im Beruf und Privaten, dazu gibt es diesen Artikel von mir. Es ist oft nicht so leicht, sein wahres Ich zu leben und sich treu zu sein.
Der Markt für Schönheits-OPs boomt, für die Karriere muss oft puschendes Selbstmarketing betrieben werden, wir können uns hinter der Anonymität des Internets verstecken und letztendlich, entdecken wir uns immer wieder neu.

Nicht immer ist es leicht, sich selbst treu zu sein. Man möchte den Chef beeindrucken oder von den Kollegen gemocht werden und spielt eine Rolle, weil man glaubt, damit besser anzukommen. Doch wer sich dauerhaft verstellt, wird unglücklich damit. Es gibt gute Gründe warum es sich lohnt, zu seinem wahren ICH zu stehen:

  1. Sie werden mental stärker

    Ihr Selbstwertgefühl hängt nicht mehr von Ihren Mitmenschen ab. Sie sind stolz auf Ihre Stärken, akzeptieren aber auch Ihre Fehler und Schwächen.
    Kritik trifft Sie nicht mehr so hart, weil Sie diese nicht mehr als persönlichen Angriff wahrnehmen.

  2. Sie werden mehr Spaß haben

    Ihre Ausstrahlung verändert sich. Sie werden viel befreiter durchs Leben gehen. Sie haben nicht ständig das Gefühl, es allen anderen Recht machen zu müssen und sich zu verbiegen, sondern Sie trauen sich auch mal das zu tun, wozu Sie Lust haben. Ihr Umgang mit Ihren Mitmenschen verändert sich und wird
    lockerer.

  3. Sie werden wissen, was Sie wollen

    Wer sich selbst treu ist, achtet auch auf die eigenen Bedürfnisse. Sie werden den Mut haben, Ihr Leben so zu leben, wie Sie es für richtig halten. Die Ziele, auf die Sie hinarbeiten, sind nicht fremdbestimmt, sondern kommen von
    Ihnen.

  4. Sie werden leichter Entscheidungen treffen

    Sie müssen sich nicht mehr bei allem, was Sie tun, fragen, was andere darüber denken. Ihre Entscheidungen rechtfertigen Sie nur noch vor sich selbst. Das lässt Sie mutiger in Ihren Entscheidungen werden.

  5. Sie werden mehr Respekt erfahren

    Jeder Mensch möchte Respekt und Anerkennung von seinen Mitmenschen
    erfahren und einige denken irrtümlicherweise, dass Sie diesen erhalten, wenn Sie zum Ja-Sager werden und es allen Recht machen. Doch das Fähnchen im Wind ist nur ein Mitläufer. Menschen, die eine starke Meinung haben, werden zwar nicht von allen gemocht, doch diejenigen, die Sie mögen, achten Sie auch.

  6. Sie werden sich selbst mehr respektieren.

    Wer sich dauerhaft verstellt, kann sich irgendwann selbst nicht mehr leiden. Um den Kollegen zu gefallen, hat man schon wieder mit seiner eigenen
    Meinung hinter dem Berg gehalten. Besonders wenn die Rolle, die man spielt, den eigenen Werten widerspricht, verachtet man sich insgeheim dafür. Wer zu seinen Werten und Einstellungen steht, kann sich auch selbst respektieren.

  7. Sie werden weniger an sich zweifeln

    Wenn Sie authentisch sind, zeigen Sie sich, wie Sie sind und das machen Sie durchaus bewusst. Sie kennen sich selbst, Sie kennen Ihre Motive, Ihre Gedanken und Gefühle. Dadurch können Sie bewusst und situationsgerecht handeln und selbstreflektiert Ihre Ressourcen nutzen. Dadurch wissen Sie auch, wo Ihre Grenzen liegen und was Sie schaffen können.

  8. Sie werden stolz auf sich selbst sein

    Wer es schafft auch in schwierigen Situationen zu sich selbst zu stehen, hat ein gutes Gefühl danach. Konnten Sie beispielsweise Ihrem Chef oder Ihren Kollegen Ihre Grenzen aufzeigen, werden Sie stolz auf Ihr Selbstvertrauen und Ihren Mut sein.

  9. Sie werden entspannter sein

    Sich auf Dauer zu verstellen oder eine Rolle zu spielen, die vermeintlich besser ankommt oder gefragter ist, ist enorm anstrengend. Sie müssen tagtäglich
    gegen Ihre Natur angehen, sich verstellen, verbergen, schauspielern. Eine Zeitlang geht das sicher, wenn das Ziel attraktiv genug scheint. Sich endlich nicht mehr verstellen zu müssen, wird zu einer Erleichterung und entspannt enorm.

  10. Sie werden zum Vorbild für andere

    Merken Ihre Mitmenschen, dass Sie keine Angst davor haben, zu sich selbst zu stehen, sind Sie ermutigt es Ihnen nachzutun. Mit Ihrem Verhalten signalisieren Sie anderen, dass es keinen Grund gibt, sich zu verstellen.

  11. Sie werden erfolgreicher sein

    Wenn Sie authentisch sind, leben Sie konform mit Ihren Werten, Sie sind im Flow. Sie sind also auf lange Sicht auch stress- und krisenresistenter. Zudem sind authentische Menschen besonders beliebt und hoch angesehen.
    Dann lässt auch der Erfolg nicht lange auf sich warten.

So geht es in der Blogserie „Leben im Einklang“
weiter

Im nächsten Beitrag geht es um Aufrichtigkeit. Authentische Menschen sind ehrlich und müssen sich nicht hinter Lügen verstecken. Erfahren Sie im nächsten Beitrag, was aufrichtige Menschen auszeichnet. Eine Inhaltsübersicht mit allen Beiträgen zur Blogserie, lesen Sie HIER.

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Bis bald und alles Gute, Ihre Claudia Bäumer

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Veröffentlicht von

Claudia Bäumer | Lebensduft-Coaching-Blog

Als Hypnotiseurin, Persönlichkeitstrainerin (Coach) und Mentalheilerin, begleite ich Menschen in Umbruchsituationen und schwierigen Lebensphasen und auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten, zufriedenen und erfüllten Leben. Meine Umsetzung hierzu ist, zu innerer Stärke und Ausgeglichenheit zu gelangen, persönliche Ziele zu reflektieren und selbstbestimmt umzusetzen, die eigene Lebensqualität zu verbessern und das Leben mit all seinen Möglichkeiten, von einer neuen Seite aus zu betrachten. Auf meiner Webseite & Blog LEBENSDUFT.NET möchte ich einen kleinen Beitrag zur Selbsthilfe leisten und Wege aufzeigen, mit all den Düften des Lebens freier, bewusster und entspannter zu leben. Denn jeder Mensch ist dazu bestimmt, auf allen Ebenen des Seins, glücklich, zufrieden und erfüllt zu leben! Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

Ein Gedanke zu „Blogserie „Leben im Einklang“ – Sind Sie echt?“

  1. Vielen Dank für diesen tollen, ermutigenden Beitrag! Auch ich habe mich früher sehr oft verstellt, aus Angst meine wirklichen Gedanken mitzuteilen würde auf Ablehnung stoßen. Ich wurde dadurch sehr depressiv und habe mich viel mit dem Sinn des Lebens und allem um uns herum auseinander gesetzt. Ich kam zur Astrologie und habe begriffen, dass alles Leben miteinander zusammen hängt und wir alle im Wechselspiel miteinander existieren. Wenn du begriffen hast, dass alles Leben aus der gleichen Quelle stammt und zusammen gehört, nimmt die Angst vor anderen zunehmend ab, du begreifst, dass jedes Lebewesen eine Art Verwandter von dir ist. Horoskope zu studieren hat mir dabei sehr geholfen, in dem sie mir gezeigt haben, wie selbst jedes einzelne Leben hier im Wechselspiel zu anderen Planeten und Sternen stehen und beeinflusst werden. Ich kann jedem der sich hierfür interessiert die Seite http://www.schicksal.com emfpehlen. Mein Horoskop dort hat mir sehr oft sehr viel Kraft zum weiter machen gegeben, in dem es mir gezeigt hat, dass es keine Zufälle gibt. Ich habe den Weg zu mir selbst gefunden, ein Urvertrauen in alles Sein und l(i)ebe jeden Moment.

    Saskia

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