Wissens-Quickie: Warum schriftliches Reflektieren erfolgreicher macht

Lebensduft.net - Hypnose & Coaching Praxis Claudia Bäumer

Es gibt verschiedene Studien die nachgewiesen haben, dass Menschen, die
ihre Ziele schriftlich fixieren und sich auf dem Weg dahin regelmäßig wieder in geschriebenen Worten mit ihren Vorhaben auseinandersetzen einen bis zu doppelt so hohen Zielerreichungsgrad haben (!) wie Menschen, die dies nur gedanklich tun.

ABER WARUM IST DAS SO?

Die Gründe, die die Forscher für die erhöhten Erfolgschancen nennen, sind:

  • Beim Aufschreiben befassen wir uns intensiv mit unseren Vorhaben. Dadurch wird Diffuses klarer. Gedanklich meist nur verschwommene nächste Schritte werden greifbar. Das bringt immer wieder ins Tun.
  • Da wir unsere Aufmerksamkeit regelmäßig auf unser Vorhaben richten, geben wir dem Gewollten mehr Gewicht. Daher bleibt unser Ziel insgesamt besser im Fokus und geht  weniger im Alltagstrubel unter. Wir bleiben also besser dran.
  • Durch die wiederholte schriftliche Beschäftigung verankern wir unsere Ziele in unserem Unterbewusstsein. Und das führt dazu, dass uns dieses dann
    beispielsweise mit kreativen Einfällen unterstützt. Dadurch fällt uns die
    Zielerreichung auch leichter.
  • Wir haben unsere kleinen und großen Erfolge besser auf dem Radar, dass
    motiviert und beflügelt.
  • Beim Reflektieren setzen wir uns zudem mit möglichen oder aufgetretenen Hindernissen und Rückschlägen auseinander. Dadurch intensiviert sich unsere Lernerfahrung und wir machen Fehler weniger häufig.

Das schriftliches Reflektieren hilft, dass kann ich aus meinen eigenen
Erfahrungen und der Erfahrungen, die ich mit Klienten gemacht habe,
bestätigen. Um diesen Effekt zu erreichen, ist jedoch vor allem Regelmäßigkeit gefragt. Sie sollten sich optimalerweise täglich, zumindest jedoch wöchentlich Zeit dafür nehmen.

PRAKTISCHE ERFÜLLUNGSHILFEN

Beim Planen und Reflektieren können Sie meine praktischen Planvorlagen
unterstützen, die Sie hier kostenlos herunterladen können:

UND SIE?

Welche Strategien verfolgen Sie, um Ihre Ziele erfolgreich zu verwirklichen?
Ich freue mich auf Ihr Feedback und Ihre Anregungen!

Alles Liebe, Ihre Claudia Bäumer

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Alle Jahre wieder – Die guten Vorsätze

Alle Jahre wieder - Die guten Vorsätze
Alle Jahre wieder – Die guten Vorsätze

Die guten Vorsätze für das neue Jahr

Alle Jahre wieder, pünktlich zu Silvester oder Neujahr, ist es soweit: Wir wollen unsere guten Vorsätze anpacken und umsetzen. Die meisten von uns halten hoch motiviert, in der ersten Januarwoche ihren Guten-Vorsatz-Plan noch ein. Ab der zweiten Januarwoche schwindet oft die Motivation und bis Ende Februar sind die guten Vorsätze dann vergessen. Man ist wieder im alten Trott, findet Entschuldigungen warum es diesmal (wieder) nicht geklappt hat und verschiebt den guten Vorsatz auf das nächste Jahr…

Warum funktionieren gute Vorsätze nicht?

Ein mexikanisches Sprichwort sagt:

„Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.“

Einen guten Vorsatz zu haben und anzupacken, ist grundsätzlich positiv und spornt uns an. Ob es der Vorsatz ist mehr Sport zu treiben, weniger Kaffee zu trinken, mit dem Rauchen aufzuhören… Man hat sich ein Ziel gesetzt und will es erreichen. Die einen setzen ihre Vorsätze erfolgreich um, andere wiederrum scheitern.

Alte Gewohnheiten vs. neue Gewohnheiten

Einen guten Vorsatz umzusetzen heißt nichts anderes, als eine unerwünschte Gewohnheit abzulegen und eine erwünschte Gewohnheit zu etablieren. Damit wir alte Gewohnheiten ablegen können, ist es hilfreich zu wissen, wie unsere Gewohnheiten überhaupt funktionieren und wie sie sich bilden. Dann können wir Gewohnheiten auch ändern.

Wenn Sie also dieses Jahr unliebsame Gewohnheiten endgültig ablegen möchten, dann sind die folgenden Beiträge aus meiner Gewohnheiten-Serie vielleicht ganz interessant für Sie:

Es will einfach nicht klappen, unliebsame Gewohnheiten abzulegen?

Trotz aller Bemühungen, mit viel gutem Willen und Durchhaltevermögen will es einfach nicht klappen, dass Sie Ihre ungeliebten Gewohnheiten ablegen? Vermutlich haben sich Ihre ungeliebten Gewohnheiten, als blockierende Gedankenmuster und störrische Verhaltensweisen so sehr in Ihrem Leben gefestigt, dass sie eine Veränderung auf „herkömmlichen“ Weg verhindern.

Doch kein Grund zur Sorge, denn es kann Ihnen geholfen werden. Hinderliche Denkweisen oder blockierende Verhaltensmuster sitzen oft ganz fest in unserem Unterbewusstsein und beeinflussen unser Handeln und Tun, quasi unser ganzes Leben. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen früher oder später daran scheitern, ihre alten Gewohnheiten abzulegen und sich ein neues Verhalten anzugewöhnen.

Versuchen Sie es doch mal hypnotisch!

Hypnose ist eine wirksame und hocheffektive Methode, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, hinderliche Denkweisen zu lösen und durch erwünschte Verhaltensmuster zu ersetzen.

Hypnose ermöglicht es den Menschen „ganz bei sich zu sein“ und den Blick nach innen zu richten. Dabei stellt sich ein sehr rascher Erfolg ein, weil das Unterbewusstsein in den Veränderungsprozess einbezogen wird.
Hypnose gilt allgemein als sanfte und effektive Methode, sich die unerschöpfliche Kraft des Unterbewusstseins zu Nutzen zu machen, um persönliche Ziele zu erreichen oder Veränderungen herbeizuführen.

notizMein Tipp: Wenn Sie sich dazu entschließen, mithilfe einer Hypnose Ihre ungeliebten Gewohnheiten abzulegen, dann begeben Sie sich in die Hände eines seriösen Hypnose-Coach oder Hypnotiseurs.
Ein seriöser Hypnotiseur wird beispielsweise ein ausführliches Vorgespräch mit Ihnen führen um Ihre persönlichen Ziele, Wünsche und Erwartungen zu besprechen und Ihnen die Vorgehensweise der Hypnose sowie die verwendeten Suggestionen besprechen. Auch wird Sie ein seriöser Hypnotiseur darauf hinweisen, dass bei bestimmten „Problemen“, wie beispielsweise bei der Raucherentwöhnung oder bei einer Gewichtsreduktion, unter Umständen mehr als eine Hypnosesitzung erforderlich sind. Und letztendlich muss die Chemie stimmen. Wenn Sie während dem Vorgespräch merken, dass Sie keinen Draht zu „Ihrem“ Hypnotiseur aufbauen können, dann suchen Sie sich einen anderen Hypnotiseur oder Hypnose-Coach!

Das kann ich für Sie tun

Als Hypnose-Coach kann ich Sie dabei unterstützen, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen.
In einem vertraulichen und ausführlichen Vorgespräch besprechen wir gemeinsam Ihre Erwartungen und Wünsche und stimmen die weitere Vorgehensweise gemeinsam ab.
Weil mir gegenseitiges Vertrauen sehr wichtig ist, biete ich Ihnen das erste Vorgespräch
(ca. 20 Minuten) unverbindlich an, um mich und meine Methode kennenzulernen.
Danach können Sie frei entscheiden, ob Sie die Zusammenarbeit gerne weiterführen möchten. Sollte etwas nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, haben Sie die Möglichkeit, ohne Kosten und Angaben von Gründen, von der Fortführung der Hypnosesitzung abzusehen. Ansonsten freue ich mich, Sie unterstützen zu dürfen.

Hierbei kann ich Sie mit Hypnose unterstützen:

  • Gewichtsreduzierung
  • Raucherentwöhnung
  • Blockadenlösung
  • Heilung des inneren Kindes
  • Schattenintegration
  • Traumata Aufarbeitung (Trauerbewältigung, Schicksalsschläge, Missbrauch – jedoch nicht bei psychischen und krankhaften Problemen)
  • Reiki in Kombination mit Hypnose
  • Hilfe bei Schüchternheit, Unsicherheit
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Hilfe bei mangelndem Selbstvertrauen
  • Hilfe bei Stottern
  • Wege zur Stressbewältigung
  • Entspannung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Glücklichere Beziehungen leben
  • Liebeskummer überwinden
  • Hilfe bei nicht krankhaft bedingten Ängsten (Prüfungsunsicherheit, Flugunsicherheit, Unwohlsein bei freiem Reden, Unwohlsein beim Zahnarzt, Unsicherheit vor Spritzen)
  • Reinkarnation / Rückführung
  • Hilfe bei Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Motivation / Leistungssteigerung

Haben Sie Fragen zur Hypnose? Scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie mich gerne telefonisch oder per E-Mail.

  • Telefon: 04946 / 9169805
  • E-Mail: info@in-balance-leben.net

Die Kosten für Hypnosesitzungen bei mir, sowie weitere Informationen, können Sie HIER nachlesen.

Ich freue mich, Sie bald kennenzulernen!
Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

 

Wissens-Quickie: Woher kommen unsere Gewohnheiten?

Woher kommen unsere Gewohnheiten

Zuviel Kaffee trinken. Zu lange am Computer sitzen. Jeden Abend eine Tüte Chips vernichten. Die Schuhe an der Haustüre ausziehen. Sonntags gemeinsames Familienfrühstück. Meditieren zum Stressabbau…
Das alles sind Gewohnheiten, sowohl gute als auch schlechte Gewohnheiten. Unser Leben ist geprägt von Gewohnheiten, die so individuell sind, wie jeder einzelne Mensch selbst.

Doch woher kommen überhaupt unsere Gewohnheiten, wer bringt sie uns bei und von woher erfahren wir sie? Das möchte ich in diesem kleinen Wissens-Quickie erklären.

Was sind Gewohnheiten und wie entstehen sie?

Gewohnheiten sind bestimmte Handlungen, die wir immer und immer wieder ausführen, also eine Routine hinein bringen. Im Coaching und in der Hypnotherapie nennen wir Gewohnheiten auch wiederkehrende Verhaltensmuster, die oft automatisiert ablaufen, damit wir während der Ausführung noch Kapazität für andere Dinge haben.

Ein Beispiel hierfür kennen Fahranfänger sehr gut: Anfangs erscheinen die Abläufe des Autofahrens noch sehr komplex und der Geist ist ausschließlich mit den einzelnen Schritten Schulterblick, blinken, kuppeln, Gang wechseln… beschäftigt. Der Geist hat keine weiteren Kapazitäten zur Verfügung, um beispielsweise das Radio zu bedienen oder über die Einkäufe nachzudenken. Mit der Zeit des regelmäßigen Autofahrens, werden diese Abläufe zur Gewohnheit und es werden Geisteskapazitäten frei, um mit dem Beifahrer zu reden, oder die Natur um sich herum zu genießen, was als Fahranfänger unmöglich war.

Gewohnheiten entstehen also dadurch, dass wir sie immer und immer wieder ausführen, bis eine Routine entsteht.

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Verschiedene Arten von Gewohnheiten

Gewohnheiten unterscheiden sich durch Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten.

Zu den Denkgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Was man als gut oder schlecht bewertet.
  • Ob man Ablehnung als schlimm betrachtet.
  • Ab wann man etwas als unordentlich ansieht.
  • Ob man Pünktlichkeit für wichtig hält.
  • Wie man sich selbst sieht.

Zu den Gefühlsgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Ob man schnell ärgerlich wird.
  • Ob und wann man sich gekränkt fühlt.
  • Wann man Angst empfindet.
  • Ob man sich minderwertig fühlt, wenn man z.B. einen Fehler gemacht hat.

Zu den Verhaltensgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Ob man raucht, zuviel isst, Nägel kaut.
  • Ob man ordentlich ist.
  • Ob man beim Reden verlegen an den Haaren spielt, beim Sitzen die Beine übereinanderschlägt …
  • Wie stark man das Essen würzt, ob man Zucker in den Kaffee nimmt, wie häufig man kaut bevor man schluckt …

Rituale, beispielsweise den Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen oder mit dem Partner vor dem Einschlafen kuscheln, sind ebenfalls Gewohnheiten. Jedoch wunderschöne.

Gute Gewohnheiten sind für uns lebensnotwendig, weil sie uns helfen im Alltag klar zu kommen, Zeit und Energie zu sparen und neue Ressourcen freizumachen.
Schlechte Gewohnheiten hingegen empfinden wir im ersten Moment noch als angenehm, bringen jedoch auch Nachteile mit sich.

Gute und schlechte Gewohnheiten

Gute Gewohnheiten verschaffen uns Lust und Vergnügen, bringen Entspannung oder Ablenkung und setzen ein gutes Gefühl bei uns frei. Eine sehr schöne und gute Gewohnheit ist es beispielsweise, nach einem anstrengenden Tag zur Entspannung zu meditieren oder eine kleine Runde durch die Natur zu laufen. Gute Gewohnheiten geben unserem Leben ein Gerüst.

Schlechte Gewohnheiten leider auch und langfristig gesehen, bringen sie uns mehr Nachteile als Vorteile. Wir verschaffen uns durch schlechte Gewohnheiten zwar kurzfristig gute Gefühle, langfristig gesehen jedoch, schaden sie uns. Beispielsweise aus Langeweile oder Frust eine Tüte Chips zu vernichten, verschafft uns kurzfristig ein gutes Gefühl. Langfristig jedoch, führt es zu Übergewicht.

Zu den schlechten Gewohnheiten gehört auch die Aufschieberitis. Bestimmte Tätigkeiten immer wieder aufzuschieben, bringt uns kurzfristig Erleichterung. Langfristig jedoch haben wir durch die Aufschieberei viele Nachteile.

In meinem nächsten Beitrag wird es darum gehen, warum wir alte Gewohnheiten so schlecht ablegen können und wie wir es doch schaffen können, den Gewohnheiten ein Schnippchen zu schlagen.

Wie sieht es mit Ihren Gewohnheiten aus?

Überwiegen die guten Gewohnheiten oder eher die schlechten? Oder halten sich gute und schlechte Gewohnheiten in der Waage? Welche alten Gewohnheiten würden Sie am liebsten aufgeben und an welchen Gewohnheiten halten Sie fest?

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum es gar nicht so einfach ist, unliebsame Gewohnheiten wieder loswerden, dann lesen Sie den Beitrag Warum wir unliebsame Gewohnheiten nicht so einfach loswerden.

Ich freue mich auf Ihr Feedback und wünsche Ihnen eine schöne Zeit, geprägt von guten Gewohnheiten!

♥ lichst, Ihre Claudia Bäumer

 

 

Wissens-Quickie: Zweisamkeit beim Baden

Zweisamkeit beim gemeinsamen Baden

Beziehungspflege statt Körperpflege

Zweisamkeit fördert die Liebe und die Romantik. Da sind wir uns einig. Doch leider zelebrieren viele Paare keine Zweisamkeit (mehr), besonders dann, wenn die erste Verliebtheit vielleicht nur noch eine schöne Erinnerung ist…

Dabei ist Zweisamkeit sehr wichtig für eine Beziehung. Denn die meisten Paare trennen sich, weil sie generell mit der Beziehung unzufrieden sind. Paare, die Zweisamkeit zelebrieren, begegnen sich jedoch immer wieder neu und frischen ihre Beziehung wieder auf.

Zweisamkeit kann auf vielfache Weise zelebriert werden, beispielsweise beim Baden.
Das Baden nicht nur Körperpflege ist, sondern auch Beziehungspflege sein kann, hat die Marktgold-Forschung in einer Umfrage zu Beziehungspflege veröffentlicht. Demnach steigen 25% der befragten Paare gerne gemeinsam in die Badewanne.  Die komplette Umfrage zur Beziehungspflege der Marktgold-Forschung.

Das gemeinsame Badevergnügen ist durchaus nachvollziehbar, denn Wasser gilt als das Element, dass Körper und Geist in Einklang bringt und uns ein wohliges Gefühl vermittelt. Steigen Paare gemeinsam in die Badewanne, erneuern und festigen sie dabei ihre Beziehung.

Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit, ist ein romantisches Bad mit Kerzenlicht, schmusiger Musik und ein Gläschen Prosecco das Wohlfühlvergnügen schlechthin.
Verwandeln Sie doch mal Ihr Badezimmer in eine romantische Wohlfühloase und laden Sie Ihren Partner zu einer sinnlichen Beziehungspflege ein.

Sie haben keine Badewanne sondern nur eine Dusche? Auch kein Problem.
Ein gemeinsames Duschvergnügen ist ebenso ein prickelnder Frische-Kick für ihre Liebe!

Wie zelebrieren Sie Ihre Liebe in der Partnerschaft?

Haben Sie und Ihr Partner andere Rituale, um die Liebe frisch zu halten? Was halten Sie davon, beim gemeinsamen Baden oder Duschen, Zweisamkeit zu zelebrieren?

Ich freue mich über Ihr Feedback und wünsche Ihnen ein romantisches Badevergnügen zu zweit und prickelnde Momente….

♥ lichst, Ihre Claudia Bäumer

Warum wir ein schlechtes Gewissen bekommen

 

www.lebensduft.net - Hypnose & Coaching Praxis Claudia Bäumer

In diesem Wissens-Quickie möchte ich die Frage klären, warum wir überhaupt ein schlechtes Gewissen kriegen. Wenn Sie Lust haben, können Sie ergänzend hierzu, meinen Beitrag 4 Schritte, wie Sie Ihr schlechtes Gewissen loswerden lesen.

Unser schlechtes Gewissen ist wie eine lebhafte Stadt: Es schläft nie!
Ganz im Gegenteil, unser schlechtes Gewissen hält uns in einer Dauerschuld bei
unserem Partner, unseren Kindern, unserem Chef, unseren Freunden etc.

Was ist das Gewissen überhaupt?

Das Gewissen ist eine Art inneres Beurteilungssystem, nachdem wir denken und handeln. Es definiert, ob wir eine Entscheidung richtig oder falsch finden, weil wir uns damit mehr oder weniger identifizieren können.
Grundlegend ist das Gewissen eine positive Instanz die dazu beiträgt, dass wir als soziale Wesen friedlich und kooperativ miteinander leben können.
Ohne unser Gewissen würden wir uns nur beklauen, belügen, ausnutzen oder
töten.

Jeder Mensch besitzt sein ganz eigenes inneres Beurteilungssystem, das aus
verschiedenen Quellen beeinflusst wird. Zum Beispiel durch gesellschaftliche Sitten und Normen, religiöse Vorgaben oder durch die Ansichten von Vertrauens- oder
Respektspersonen, wie Eltern oder Vorgesetzte. Doch auch wir selbst prägen unser Gewissen, denn je lebenserfahrener und bewusster wir werden, desto mehr
beeinflussen unsere eigenen ethisch-moralischen und intuitiven Überzeugungen und Wertvorstellungen auch dieses innere Beurteilungssystem.

Kommt es zu einem Widerspruch zwischen unserem inneren Beurteilungssystem und einer von uns getroffenen Entscheidung, meldet sich umgehend unser
schlechtes Gewissen. Das schlechte Gewissen kann dazu führen, dass wir
versuchen, diese Entscheidung zu revidieren, indem wir etwas anbieten oder
durchführen, um die vorherige Entscheidung wieder „gut zu machen“.

Wir haben ein gutes Gewissen, wenn wir mit unseren Worten und Taten in
Übereinstimmung mit unserem inneren Beurteilungssystem sind und davon
ausgehen, dass wir das Richtige tun.

Eine Gewissensentscheidung kann uns auch von außen, durch enttäuschte
Menschen eingeredet werden. Beispielsweise versuchen ehemalige
Lebensabschnittsgefährten uns gerne ein schlechtes Gewissen damit einzureden, dass wir ihn verletzt haben und damit hofft, dass er uns wiederbekommt.
Es hängt davon ab, wie gut wir uns durch Gewissensentscheidungen von außen
abgrenzen können, ob wir uns ein schlechtes Gewissen einreden lassen oder wir
immun gegen äußere Versuche sind.

Ein fehlendes Gewissen hingegen, kann auf eine psychische Erkrankung
hindeuten. Dem Betroffenen fehlt das innere Bewertungssystem. Dadurch trifft er Entscheidungen, die in der Gesellschaft nicht hingenommen werden (können) und folglich zu Problemen führen.

Wann bekommen wir nun ein schlechtes Gewissen?

Handeln wir entgegen unserem Gewissen bekommen wir Gewissensbisse, die mit dem unangenehmen Gefühl der Schuld einhergehen. Und das ist gar nicht so leicht auszuhalten und wieder abzustellen. Wenn wir unser Handeln dann als falsch
anerkennen, hat das nagende Gefühl seinen Sinn.
Denn wenn wir das fälschlicherweise Gesagte oder Getane reflektieren und Schritte zur Wiedergutmachung unternehmen – uns beispielsweise entschuldigen oder für einen Schaden aufkommen – lässt uns das schlechte Gewissen wieder los.
Das schlechte Gewissen sorgt zudem dafür, dass wir das nicht noch mal machen. Wir lernen also und entwickeln uns weiter.

Was aber, wenn wir zu Unrecht ein schlechtes Gewissen
bekommen?

Das kann beispielsweise eintreten, wenn Sie Ihrem Chef sagen, dass Sie nicht länger bereit sind, so viele Überstunden zu machen. Oder wenn Sie Ihrer Familie die
versprochene Wanderung am Wochenende absagen müssen, weil Sie zu
ausgepowert sind.
Vielleicht auch, wenn Sie Ihrem Partner beibringen, dass Sie dringend ein eigenes Schlafzimmer benötigen, da Sie durch seine oder ihre eigene Schnarcherei kein
Auge mehr zutun können.

Hier zeigt sich, dass unsere Überzeugungen und Werte und auch das Gewissen als inneres Beurteilungssystem tief in uns verankert sind. Das merken wir vor allem dann, wenn wir etwas anders machen wollen als bisher. Denn die alten Denk- und Beurteilungsmuster wirken zunächst noch immer und so bekommen wir trotz
neuer Überzeugung ein schlechtes Gewissen und fühlen uns unwohl.

Die Crux ist: rein rational wissen wir, dass das neue Verhalten gut für uns ist.
Anfühlen tut es sich jedoch so, als hätten wir etwas falsch gemacht und Schuld auf uns geladen. Unser Verstand ist hier viel schneller als unser Gefühl. Wir haben das Neue noch nicht verinnerlicht, daher bohrt das schlechte Gewissen weiter.

Oft sind zudem auch Wertekonflikte oder ein schwaches Selbstwertgefühl im Spiel.
Dann kommen zweifelnde Fragen nach dem Motto „Ist es wirklich in Ordnung, dass ich meine Familie am Wochenende im Stich lasse, nur um mich auszuruhen?“
Auch das führt dazu, dass wir Gewissensbisse spüren, obwohl uns ganz klar ist, dass das, was wir tun, richtig ist.

Wenn Sie nun wissen wollen, wie Sie Ihr schlechtes Gewissen loswerden oder aber zumindest besser aushalten können, dann werden Sie in meinen Beitrag 4 Schritte, wie Sie Ihr schlechtes Gewissen loswerden bestimmt fündig.

Alles Liebe, Ihre Claudia Bäumer